Vergangene Produktionen
(Archiv)

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"VERSUCH ZU FLIEGEN"

Ein Balkanballon von Jordan Raditschkow

Sieben Dorfmenschen überfliegen aus Versehen den Balkan.
Aus der Einöde der Ziegenfressplätze und Schattenschluchten packt sie eines Tages die Abenteuerlust und Freiheitssehnsucht: Denn Sie entdecken über sich einen abstürzenden Fesselballon - in ihren Augen ein beseeltes Ungetüm, das scheinbar gerade seine letzten Schnaufer tut. Als sie es endlich eingefangen und an sich gefesselt haben, reißt es sie plötzlich fort in die Lüfte - zu einem unverhofften Flugversuch . . .

In der Inszenierung von Klaus Möller spielen:
Uwe Bauer, Heli Fiedler-Weiss, Dariusz Fronczek, Judith Gaab, Erhard Grundler, Elke Hirschmann und Klaus Möller.

Wir danken ausdrücklich:
Hans Peter Dolecki für die Tontechnik
Dagmar Waidelich für Regie-Assistenz

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Jordan Raditschkow, geboren am 4.10.1929 in Kalimanitsa, gestorben am 21.01.2004 in Sofia / Bulgarien, schrieb Gedichte, Erzählungen und Theaterstücke, übersetzt in alle europäischen Sprachen. Er galt als Meister subtiler Ironie.
"Ich bin davon überzeugt, dass Unordnung der natürliche Zustand der Welt ist", sagte er 1999 in einem Interview, "wir sind diejenigen, die den Fehler machen, die Dinge in Ordnung bringen zu wollen. Die Menschen wollen das Universum organisieren, obwohl sie kaum damit zurecht kommen, Ordnung in ihr eigenes Leben zu bringen."

Aufführungen:
März 2007, Sudhaus, Tübingen
Juni 2007, Kultur im Ikarus, Festscheune Münsingen-Buttenhausen.

Das Schwäbische Tagblatt schrieb am 13. März 2006 über "die Seele des Ballons" (pdf)





"ZIRKUS SCHARDAM" von Daniil Charms

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Schon 1990 ("Jelisaweta Bam") und 1994 ("Mich interessiert nur Quatsch) hat das Freie Theater Tübingen Daniil Charms auf die Bühne gebracht.

"Zirkus Schardam" ist ein Stück des russischen Autors, das er 1935 für eine Leningrader Puppenbühne schrieb:

Ein zu allem entschlossener, aber für den Zirkus nicht gerade prädestinierter Mann nervt den Zirkusdirektor während des laufenden Programms, endlich als Artist auftreten zu dürfen. Als im zweiten Teil der Vorstellung durch ein Mißgeschick plötzlich der Zirkus unter Wasser steht, schlägt die Stunde des Abgewiesenen . . .
In der Inszenierung von Klaus Möller tanzen nicht die Puppen, sondern spielen Uwe Bauer, Heli Fiedler-Weiss, Dariusz Fronczek, Judith Gaab, Erhard Grundler und Elke Hirschmann.

Zur Première am 28. November 2003 im Sudhaus Tübingen schrieb das "Schwäbische Tagblatt" (02.12.03): "Zauberhafter Charms beim Freien Theater im Sudhaus . . . Der Querulant Vertunov (liebenswert unverbesserlich: Dariusz Fronczek) . . . Elke Hirschmann gibt die Zirkusdirektorin mit mimischer Brillanz, wechselt hinreißend komisch zwischen zuckersüßen Worten . . . und entnerter Verzweiflung . . . Mit seinem begeisternden Spiel machte das Ensemble auch Charms wieder ein bißchen lebendig."





Ich spür ein seltnes Licht. Ein Bühnenspiel mit Musik zu Hildegard von Bingen

"Ich spür ein seltnes Licht"

Ein Bühnenspiel mit Musik zu Hildegard von Bingen
Spiel: Bruni Alber
Flöte: Ute Kiesel
Inszenierung: Klaus Möller

Thema des Spiels ist das visionäre Wirken der großen Mystikerin und Äbtissin Hildegard von Bingen (1098 bis 1179). Sich als Frau dieser gewaltigen Aufgabe zu stellen, ihre prophetische Begabung öffentlich zu machen und das Geschaute niederzuschreiben und mitzuteilen, bedeutet für Hildegard einen lebenslangen Kampf mit inneren Widerständen und Krankheiten, aber auch mit den starren Grenzen des theologischen und kirchlichen Patriarchats.
Ihre Hingabe und Konsequenz, sich der göttlichen Eingebung anzuvertrauen, führen sie zu einem unerhört hellsichtigen Verständnis, wie Schöpfung, Welt und Mensch gemeint sind.
Das Stück basiert auf Texten aus den Visionsschriften und Briefen Hildegards. Auch einige ihrer Kompositionen sind zu hören.
Spieldauer ca. 70 Minuten.

Aufführungen:
Oktober 2007, Bildungshaus St. Luzen, Hechingen
Januar 2008, Franziskanerkirche, Esslingen
Januar 2008 , Ulrichskirche, Altbach
Oktober 2008, Friedhofskapelle, Denkendorf
März 2009, St. Blasius-Kirche, Ostfildern-Nellingen
September 2009, Magdalenenkirche, Pfullingen
Januar 2010, Evangelischen Kirche, Weinstadt-Schnait
November 2010, Pilgerherberge, Frommenhausen
November 2011, LAG TheaterPädagogik Baden-Württemberg e.V., Reutlingen





Die vom Himmel Vergessenen

Die vom Himmel Vergessenen

Die vom Himmel Vergessenen

von Ekaterina Tomowa

"Mich hat der Himmel vergessen.
Alles hat er zur ihrer Zeit geholt, meine Frau, die Brüder, die Nachbarn. Jetzt bin ich an der Reihe.
Ich sehe, der Himmel hat sich ausgebreitet, blau wie eine Herbstzeitlose. Na los doch, hol mich, ich habe lange genug gewartet!
Aber der Himmel hört überhaupt nicht auf mich.
Nur der Wind bleibt bei mir stehen."

Vier Alte schauen auf ihr Leben, blicken zum Himmel und erzählen davon.
Aus Gesprächen mit uralten Dorfbewohnern in Bulgarien hat die Schriftstellerin Ekaterina Tomowa ein Buch geschrieben. Und daraus wiederum haben wir dieses Stück fürs Theater gemacht.

In der Inszenierung von Klaus Möller spielen Uwe Bauer, Heli Fiedler, Erhard Grundler und Elke Hirschmann.

Aufführungen:
Februar 2011, Theater-Pädagogik-Zentrum, Reutlingen.

Lesen Sie den Artikel des Schwäbischen Tagblatts vom 30. November 2009: "Himmel, hol mich"





PROJEKT SCHUBERT 05:
DIE WINTERREISE

Die Winterreise, ein Liederzyklus von Franz Schubert und Wilhelm Müller

Lieder und Texte
Die "Winterreise" ist ein Liederzyklus von Franz Schubert und Wilhelm Müller.

Franz Schubert (1797-1828), nach musikalischer Ausbildung in ärmlichen Verhältnissen von 1813 bis 1817 Hilfslehrer, ab 1818 selbständiger Komponist und zeitweise Musiklehrer.
Komponierte über 600 Lieder nach Texten von Goethe, Schiller, Wilhelm Müller, Heine und anderen; außerdem Sinfonien, Kammermusik, Klavierstücke, Kirchenmusik, Singspiele. 1823 entstand der Liederzyklus "Die schöne Müllerin"; 1827 "Die Winterreise".

Wilhelm Müller (1794-1827), nahm an den Freiheitskriegen 1813 teil und war ab 1819 Gymnasiallehrer und Bibliothekar in Dessau; bekannt wurden neben seinen Gedichtsammlungen "Die schöne Müllerin" und "Die Winterreise" die Lieder zum griechischen Befreiungskampf.

"Schubert 05" ist ein Dreimännerprojekt zum Zweck der Aufführung der "Winterreise".
Hans-Paul Möller (Gesang), Jürgen Borchers (Klavier) und Klaus Möller (Texte) durchwandern das romantische Gebiet in der Abfolge des Liederzyklus und machen Abstecher zu Schuberts Briefen sowie poetischen Zeitgenossen (Goethe, Grabbe, Hölderlin), aber auch zu modernen Blickwinkeln (Ajgi, Cibulka, Härtling, Eva Strittmatter).


Zur Première am 7. Januar 2007 im Fairen Kaufladen Tübingen schrieb das "Schwäbische Tagblatt" (10.01.05):
". . . Dramaturgisch reizvoll war die Idee von Klaus Möller, Bühnenbildner und Regisseur (mit seiner Tübinger Gruppe "Freies Theater" ist ihm vor einem Jahr eine zauberhafte Inszenierung von Daniil Charms' "Zirkus Schardam" gelungen), den Liederzyklus immer wieder durch Lyrik, Briefe Schuberts und Anmerkungen aus Peter Härtlings Schubert-Biografie zu unterbrechen - als Innehalten auf dem verschneiten Leidensweg des unglücklichen Wanderers.
Büchner ließ seinen "Lenz" durchs nebelnasse "Gebirg" gehen, Hölderlins Fahnen klirrten einmal mehr, Schubart und Lenau klagten ebenso über wie die modernen Autoren Hanns Cibulka und Eva Strittmatter. Jürgen Borchers schuf dazu am Klavier eine differenzierte, gediegene Klanglandschaft.
Weder reiner Liederabend, noch theatrale Interaktion, lässt sich die Aufführung am ehesten als szenische Konstellation von Lied und Text beschreiben . . ."


Aufführungen: Januar 2005, Der Faire Kaufladen, Tübingen
März 2005, Vorstadttheater, Tübingen





ORPHEUS.EURYDIKE.STIMMEN

Poetisch-rituelles Musik-Theater

Orpheus und Eurydike 5. Jh. v. Chr. Marmor Foto: Felix Angst 1995


Dem Mythos um Orpheus und seine früh dahingegangene Geliebte Eurydike gingen Lisa Kraus (Theater Tangere, Ludwigsburg) und Klaus Möller (Freies Theater Tübingen) auf die Spur, indem sie Gedichte von
R. M. Rilke, Edith Sitwell und Hilda Doolittle zu einem Schauspiel mit starken musikalischen Akzenten in Szene setzten - atmosphärisch inspiriert durch den malerischen Ort der Klosterruine Hirsau.

Foto: Hopp

Mitwirkende:
Schauspiel: Lisa Kraus und Klaus Möller
Chor: Anne Donkel, Beatrix Kayser, Gabriele Pekusa, Jane Rudnick, Ruth Spahn, Stefanie Theobald
Sologesang: Christel Borchers
Saxophon: Dorothea Tübinger
Trommeln: Verena Koehne-Kirsch
Flöte: Jürgen Borchers
Feuerinstallation: Karl Rechtenbacher
Licht- und Tontechnik: Matthias von der Vring
Kostüme: Sylvia Bespaluk
Bühnenbild: Andreas Hoffmann
Komposition/Sologesang u. Flöte: Heinz Winbeck
Regie: Julian Knab

Aufführungen:
Juli 2002, Klosterspiele Hirsau





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