Freies Theater Tübingen (Archiv)


Pressestimmen


Zu "MARIA VON DEN FAHNEN" (Rilke)

"Der Tübinger Theatergruppe ... gelang die schwierige Umsetzung der Rilke-Gedichte perfekt. Nichts ging vom Mystischen der Vorlage verloren, die Reichhaltigkeit und Vielfalt der Marienbilder blieben erhalten ... Zusammen mit dem Bühnenbild und der fragmentarisch unterlegten Musik von Hindemiths Vertonung ... entstand ein abgerundeter, erzählerischer Entwurf.
(Ost-Thüringische Zeitung)

"Ein Zusammenspiel zwischen darstellender und bildender Kunst entsteht dadurch, daß die in Braun- und Schwarztönen gehaltenen Papierskulpturen das Bühnenbild abgeben ... in dem sich ein Wechselspiel von Präzision und stilisierter Karikatur entwickelt.
(Reutlinger Generalanzeiger)


Zu "AUFZEICHNUNGEN EINES WAHNSINNIGEN" (Gogol)

"Zerzaust, zerfetzt und zerfleddert streckt und dehnt sich eine Mischung aus Kaspar Hauser und Kafkas Affenmensch und dienert sich nach oben ... Absurde Logik ... verleiht dem gehetzten Irren eine süffisante Tragik, die fast unerträglich wird. (Reutlinger Generalanzeiger)

"Klaus Möller spielt sich ... immer tiefer und gründlicher in diese kreuzunglücksritterliche Trauergestalt hinein ... Ein starkes Theatersolo."
(Schwäbisches Tagblatt)


Zu "JUDAS" (Andrejew)

"... an Möllers Spiel konnte man sich freuen. Er überzeugte nicht nur durch hervorragende Körperbeherrschung, schlangengleiche Beweglichkeit und ausdrucksstarke, packende Mimik. In erster Linie bestach seine wohldurchdachte, schattierungsreiche, gänzlich unpathetische Sprachgestaltung - Bald flüsternd, flehend, bald eindringlich anklagend oder verzweifelt aufjaulend. Ein wahrer Hochgenuß in jeder Tonart." (Schwäbische Zeitung Ulm)

"Eindrucksvoll dieses große Lamento eines Leidenden, Zagenden, ruhelos Getriebenen, Entsetzten und Verzweifelten ... Und der Schauspieler Klaus Möller ließ in dem durch Bild-, Text- und Musikcollage angereicherten Einpersonen-Stück die Figur des reuigen, "Verräters" denn auch in allen Farben schillern."
(Ludwigsburger Kreiszeitung)


Zu "MICH INTERESSIERT NUR QUATSCH" (Charms)

"Klaus Möller und Rüdiger Stephan widmen ihre Interpretationen dem Autor Daniil Charms. Eine unter die Haut gehende Hommage an einen Künstler, der in erschreckender Realität die Un- Tiefen der menschlichen Psyche und Gesellschaft bloßstellt und trotz allem die Ironie und den Humor zwischenmenschlicher Beziehungen auch um ihrer selbst willen einsetzt."
(Schwarzwälder Bote)

"Da wacht einer auf: über Nacht aufs Entsetzlichste verwandelt in einen Ungläubigen. Was wiegt der Glaube? Da passieren Kleinstkatastrophen, geraten permanent welche unter die Räder, gaffen Gaffer und stürzen pausenlos Schaulustige mit dem Genick aufs Pflaster, kommt selten ein Unglück allein ... Die zwei Schauspieler spielen genau davon im Zimmertheater, ohne es auszuspielen, berichten lieber beiläufig umherlaufend oder im schwitzenden Stütz-Versuch - immer aber, ohne dabei abzustürzen."
(Schwäbisches Tagblatt)


Zu "TURANDOT DREI" (Nizami u.a.)

"Wundersame Begegnungen des Königssohnes Kalaf mit einer pluralen Turandot. Turandot mal drei, ein starkes Stück mit drei Rätseln aus der persischen Nizami-Geschichte von den sieben Geschichten der sieben Prinzessinnen. Klaus Möller hat die Nizami- Textbasis mit Worten von Rainer Maria Rilke, Salvador Espriu, Peter Handke und Jean Genet attraktiv angereichert ... (Es) entstand daraus erzählend kommentierendes Theater eigenen Formats ...
(Ludwigsburger Kreiszeitung)

"Was man auf der Bühne sieht ... Bewegung, Raumaufteilung, der Umgang mit dem Text, die Bespielung der Requisiten, hier hat alles Hand und Fuß, ist alles von einer quasi musikalischen, kompositorischen Stimmigkeit durchzogen."
(Schwäbisches Tagblatt)


Zu "KAFKA FLIEG!" (Kafka)

"Schieflage, Rutschen: Auf der Bühne steht ein Rampenfragment. Vier schwebende Gazetore im Raum geben Fluchtpunkte an. Leichtigkeit, der fantastische Ritt, Traum und Schlaf, Flucht aus der Realität, das sind Motive, die Klaus Möller an diesem Stoff interessieren... Kafka hat sie in den Jahren 1903/04 geschrieben. Ein gerade mal 20-jähriger taumelt da jugendstilverträumt, verrätseit, verstört, parabolisch und verspielt, verrückt zwischen Wirklichkeit und Traum, Logik und Alogik. Die Dinge sind ins Rutschen gekommen, das Bewusstsein versucht, sie abzubilden und ihrer zugleich Herr zu werden."
(Schwäbisches Tagblatt)

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